Ungenauigkeiten und die Folgen

    Beim Wellenausrichten werden 2 oder mehrere Maschinen (z. B. ein Motor und eine Pumpe) so positioniert, dass die projizierte Mittellinie der Wellen eine gemeinsame Gerade bildet, wenn die Maschinen bei normaler Betriebstemperatur laufen.
    Idealerweise sollten sich die Wellen überall dort, wo sie verbunden sind (z. B. an der Kupplung), um eine perfekte lineare Achse drehen, um Rückstellkräfte an der Kupplung und Lagerverschleiß möglichst gering zu halten. Um die exakte Position der jeweiligen Drehachsen zu bestimmen, werden beide Wellen während der Messung in die Betriebsrichtung gedreht. Diese Vorgehensweise ist anderen Methoden überlegen, in denen die Maschinen mittels Haarlineal oder Fühlerlehre ausgerichtet werden, oder bei denen nur eine Welle gedreht und die Messuhr gleichzeitig an der anderen Kupplungshälfte aufgenommen wird.
     
     

    Folgen der Fehlausrichtung: Maschinenschäden
     
    Was passiert, wenn die Ausrichtung zu ungenau ist? Die Fehlausrichtung führt zu einer Überlastung der Maschine und kann Maschinenschwingungen mit sich bringen. Eine abnormale oder übermäßige Maschinenbelastung führt zu einer erhöhten Belastung der Lager, Dichtungen und Wellen, und reduziert somit ihre Lebensdauer. Selbst flexible Kupplungen übertragen die Kräfte einer Fehlausrichtung von den Wellen auf diese Komponenten.
    Ausrichttoleranzen von Kupplungen sind stets nur Anhaltspunkte für die Widerstandsfähigkeit der Kupplungen gegen Fehlausrichtungen, nicht jedoch unbedingt der Widerstandsfähigkeit der Komponenten. Moderne mechanische Dichtungen erfordern beispielsweise eine exakte Installation und Wellenausrichtung. Bereits eine kleine Fehlausrichtung kann den Eintritt von Verunreinigungen durch die Dichtung ermöglichen und somit zum vorzeitigen Verschleiß führen.
    Mangelhafte Ausrichtung kann über Schwingungsanalysen qualitativ detektiert werden: in den radialen und axialen Frequenzspektren befinden sich die erhöhten Messwerte oft an der Drehfrequenz oder dem Vielfachen davon.
     


    Wellenausrichtung mit Laser

    Seit Einführung von Laser und Computer beim Wellenausrichten sind sich immer mehr Betriebsingenieure über die Notwendigkeit hochpräziser Ausrichtverfahren bewusst geworden. Laseroptische Methoden werden nun in vielen Firmen als die Standardmethode zur Wellenausrichtung eingesetzt.
     
     

    Die Vorteile im Schnelldurchlauf

    • keine Demontage von Kupplungen erforderlich
    • Präzisionsausrichtung ohne manuelle Dateneingabe oder subjektive Interpretation
    • grafische Anzeige der Ausrichtergebnisse an Kupplungen und Maschinenfüßen
    • keine mechanischen Einrichtungen - kein Durchhang der Halterung
    • genaue und reproduzierbare Messergebnisse
    • keine vorbestimmten Aufnahmepositionen von Messwerten
    • Datenspeicherung und Ausdruck der Ergebnisse zur Berichterstattung
    • Zertifizierbare Kalibrierung der Systemgenauigkeit
    • Senkung des Schwingungspegels beim Betrieb der Maschine
     
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